Havellauf 2007
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Havellauf 2007

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18. Havellauf am 15.07.2007 über 13,7km – Landschaftsläufe sollte man einfach genießen!!!

Vorgeschichte

Es ist soweit! Hübis Havellauf wird volljährig! Wahrscheinlich war dies ein Grund, warum der Lauf bereits im März, also 4 Monate vorher ausgebucht war!!!

Ich hatte mir für diesen Lauf einiges vorgenommen. Da ich außer dem Bad Füssing HM noch keinen wirklich guten Wettkampf dieses Jahr hatte, wollte ich den Havellauf als Generalprobe für die City Night nehmen, bei der ich bestenfalls sogar sub39 über die 10km laufen möchte.

Die Wochen vor dem Havellauf waren mit super Laufwetter geschmückt: 12-18°C, teilweise regnerisch. Doch genau zum Havellaufwochenende sollte sich dies ändern. Temperaturen mit bis zu 32°Cund gefühlten 40°C waren angesagt, was gar nicht in meinem Sinn lag.

Am Vorabend des Laufes fand das Foritreff des ForumTeams statt. Bereits hier war es ziemlich warm, was nur wenigen gefiel. Es wurden Prognosen gemacht, wer welche Zeit am nächsten Tag läuft und gegen 21 Uhr machte ich mich nach Hause. Da ich Leonie noch von wo anders abholen musste, war ich gegen 23.15 Uhr zu Hause, tot müde.

Sonntag – Lauftag

1 Uhr morgens...

Ich wache auf, bekomme kaum noch Luft aus Nase und Mund. Seit Wochen plagt mich wohl eine Allergie (Hausstaub??) oder Erkältung (eher unwahrscheinlich, wenn es 6 Wochen dauert). Jedenfalls hatte ich bis 4 Uhr zu kämpfen einigermaßen normal atmen zu können, um dann doch noch 2 weitere Stunden schlaf zu bekommen.

6 Uhr morgens...

Der Wecker bzw. Leonie weckt mich aus dem Schlaf. Erster Gedanke „keine Lust, wird eh zu warm und die Nacht war grauenhaft“. Das ist doch eine super Vorraussetzung für einen Wettkampf...

Um 7.15 Uhr fuhren wir, mit Junsa (Michael) zum Start des Havellaufes am Wannsee. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren war der Parkplatz noch nicht überfüllt sondern fast noch halbleer (oder halbvoll, bin ja optimist ;-) ).

Nach dem üblichen (Startnummer holen, viele nette Leute anquatschen), wärmten wir uns 30 Minuten vor dem Start noch etwas auf. Bereits hier merkte ich, dass ein 4:05er Tempo ausgeschlossen ist. 4:08, also Bestzeitversuch, nur bedingt möglich. „Vielleicht doch lieber 5:30er Schnitt?“. Oder Hübi (Bernd Hübner) gleich fragen ob er noch einen Helfer braucht...

Naja, ich ging dann doch in den Startblock rein, wollte dann erstmal mit Frank P. loslaufen. Marinus, den ich im Vorjahr im Schlussspurt noch abgezogen hatte, wollte allerdings volles Risiko gehen und einen 4:02er Schnitt angehen (er will auch sub39 bei der City Night).

9 Uhr – 25°C – Los geht’s. km0 bis km2

„10...9... und so weiter ... 1 – Peng“

Und die Hatz ging mal wieder von vorne los. Den Abhang hinunter mit ausgestreckten Armen, die ersten „Sandgruben“ überstanden und dann erstmal Tempo finden. Doch das war gar nicht so leicht. Der erst km, bekanntlicherweise nur 910 Meter, in 3:40 Minuten. Ich dachte zu langsam, doch Frank meinte zu schnell (er hatte recht, umgerechnet sind es 4:02min/km). Doch noch läuft es. Zweiter Kilometer – glatte 4 Minuten. Ich sah ein, dass es zu schnell ist, doch irgendwie geht’s noch gut. Die Hitze stieg mir aber schon zu Kopf, war auch bereits komplett durchgeschwitzt.

Km2 bis km4 – watt denn nu?

Tempo also reduziert. 4:11 für den dritten Kilometer. „Passt“ meinte Frank. „passt nicht“ dachte ich, wollte ja schneller. War aber nun doch anstrengend. Nächster Kilometer genau so anstrengend, aber schon 4:16... Ab diesem Zeitpunkt hats mir den Schalter umgehauen.

Km4- 1. Getränkestation

Beim 5. Kilometer habe ich bereits ein paar Meter auf Frank verloren. Ich wusste, dass es nicht mehr schneller wird. Das schlimme, ich hatte dann nicht mehr wirklich Lust alles zu geben. „ich will jetzt schwimmen“ dachte ich mir. Wäre das Wasser nur näher an der Strecke, ich wär da rein gegangen...Mir war es nun eindeutig zu heiss. Nach 4:20 für diesen Kilometer legte ich bei der Getränkestation bei ca. km6 eine Pause ein. Erstmal ordentlich trinken und über den Kopf gießen. Dass der 6. km dann 5:20 Minuten dauerte war mir total egal. Im Gegenteil. Ich wurde zwar von vielen Läufern überholt, doch da ich sehr viele kannte, bekam ich entweder aufbauende Worte, oder konnte selber noch anfeuern oder Mut machen.

An der Wende bei knapp 7km war ich dann bei 30:30 Minuten, fast 2:30 langsamer als im optimalen Fall geplant.

Der Rückweg – geteiltes Leid ist halbes Leid

Da nun nicht mal mehr sub1 Stunde drin war, hatte ich nun gar keinen Bock mehr. Zum Glück tauchte Leonie bald auf der anderen Seite auf. Der Aufforderung „wartest du auf mich?“ konnte ich in meinem Zustannd nur folgen.

Ich blieb stehen. Schaute den anderen zu wie sie links und rechts vorbei laufen. Manche schauten bisschen irritiert. Manche dachten wohl „man, der hat recht, ist ja auch viel zu warm“.

Gemeinsam mit Leonie ging es dann im gemütlicheren Tempo von 5:20-5:50min/km zurück zum Ziel. So konnten wir noch einigen Bekannten Motivation für die letzten Kilometer mitgeben. Auf den letzten Kilometern wurden wir dann noch von Sabine begleitet. Irgendwann war es dann auch zu Ende. Irgendwas mit 1:08 Stunden wurden es dann am Ende. Naja, wenigstens sub1:10 bzw. sub5min/km... Was solls. Hat irgendwie doch Spaß gemacht.

Nach dem Lauf

Im Ziel gab es dann noch eine Medaille und ein T-Shirt für jeden. Bei der Tombola ging ich leider wieder leer aus, wie jedes Jahr.

Das Picknick danach war, wie immer, super toll und hat mit den ganzen netten Leuten viel Spaß gemacht!

Und jetzt? Keine Ahnung. City Night war ja eigentlich geplant mit sub39. Doch irgendwie bammelts mir davor noch ein wenig. Am 25.7. laufe ich einen 5km Bahnlauf als letzten Test. Dieser wird zeigen ob sub39 wirklich schon drin ist. Wenn nicht? Dann lauf ich vielleicht „einfach“ sicher auf Bestzeit. Mit weniger Druck läuft es sich vielleicht auch besser...

Fazit:

Bis auf mein persönliches Rennen war mal wieder alles super toll organisiert von Bernd Hübner! Einziges Manko: Das Toilettenpapier im Herrenklo war bereits um 8 Uhr morgens alle...