Brombachsee 2003
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Brombachsee Marathon 2003

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1. Brombachseemarathon am 20.09.2003 wieder zusammen mit Christian

Vorgeschichte, wie es überhaupt zu dem Marathon kam

Eigentlich war ja als nächster Marathon der Münchner Medien Marathon am 12. Oktober geplant. Dies war bis zum 08.09.2003 der Fall. Doch unerwarteter weise erhielt ich in der Arbeit eine E-Mail vom Christian in der Stand „Hi Checka, was machst du am 20.09.2003 (Samstag) zwischen 7 Uhr und 22 Uhr? Schau mal unter www.brombachseemarathon.de „

Ich ging auf den Link und mir war klar was der Kerl wollte. Der Irre will 3 Wochen vor München noch einen Marathon laufen. Naja, spontan wie ich bei solchen Sachen nun mal bin, hab ich selbstverständlich sofort zugesagt und 20 Minuten später waren wir beide angemeldet.

Samstag: Marathontag

Ich ging am Freitag schon um 22 Uhr ins Bett, konnte dann auch relativ schnell einschlafen. Aber ich brauchte nicht glaube, dass ich durchschlafen kann. Um 3 Uhr bin ich das erste mal aufgewacht. Das nächste mal um 3:15 Uhr und das ging dann bis halb 4 noch so und dann bin ich mehr oder weniger freiwillig aufgestanden. Hab Musik gehört und die restlichen 4 Stunden bis zur Abfahrt abgewartet.

Um 8:40 Uhr ging es dann los. Auf zum Brombachsee. Die Hinfahrt war ganz lustig, wir haben ein wie immer lauter Scheiß gemacht und jedes Lied im Radio mitgegröhlt. Nach ungefähr 2 Stunden sind wir dann mit 2 mal kurz verfahren gut in Pleinfeld angekommen. Jetzt hatten wir noch gute 2 Stunden Zeit, um die Startunterlagen zu holen, uns umzuziehen und dann irgendwie mit dem Shuttle-Bus zum Startbereich beim Brombachsee zu kommen.

Das mit den Startunterlagen war noch ok, ging ganz flott. Dann sind wir zum Auto zurück (wir haben vor einem Supermarkt geparkt) und haben uns „Lauffertig“ gemacht. Dann gab es schon das erste Problem. Es waren in dem Startbeutel 2 Startnummern, eine kleine, welche eigentlich für die Tasche gedacht wäre wenn man sie abgibt, die andere größere wäre eben fürs ´T-Shirt. Das Problem war nur: Wir hatten keine Sicherheitsnadeln um die Nummer am T-Shirt anzubringen. In Regensburg war so was ja in der Tasche, also mussten wir uns die jetzt besorgen. Wir gingen eben wieder zurück (haben derweil irgendwie versucht, die kleiner Nummer wo anzubringen aber das verdammte Ding klebte einfach nicht). Wir gingen an einen Infostand, doch die hatten keine Nadeln mehr, so sind wir noch mal da hin wo wir die Startunterlagen holten und wollten uns da welche holen. Die hatten auch welche, doch was kam als Kommentar als wir sagten wir bräuchten welche: „Boah wie blöd kann man sein, wir hätten eigentlich gedacht dass alle Ihre Nadeln selber mitbringen“ und hat uns dann beiden je 2 Nadeln gegeben. Also dafür gibt es schon mal ein dickes Fettes MINUS. Wir haben dann irgendwie versucht mit den 2 Nadeln die Nummern anzubringen. Am Schluss hab ich es am Gürtel von meiner Bauchtasche angebracht.

Dann ging es zum Bus. Es war schon eine Schlange von ca. 150 Metern, die alle auf den Bus warteten. Wir gingen aber einfach an der Seite vorbei und haben uns vorne reingestellt (hat keiner gemeckert). Dann die nächste Überraschung, die haben tatsächlich die ganzen Leute mit 3 Kleinbussen zum Start gebracht. Also Durchschnittlich 30 Leute pro Fahrt, welche hin und zurück ca. 15 Minuten dauerte. Das sollte sich dann auch noch beim Start rächen.

Es war dann ungefähr 12 Uhr als wir beim Start ankamen. Es war schon ganz nett, man hatte einen schönen Blick auf den Brombachsee und auch die Laufstrecke machte einen guten Eindruck. Flach, feiner Splitt. Und man merkte auch, dass es am See um 2-3 Grad kühler war. Dennoch war es schon sehr warm. Es hatte schon ca. 24 Grad.

Wir sind dann ein bisschen rum gegangen, sind aufs Klo und um kurz vor halb 1 haben wir uns langsam aufgewärmt. Erst sind wir mal die ca. 400 Meter zum Start gegangen. Dort haben wir uns gedehnt und ich wollte dann mal schauen wie es beim Laufen mit dem Puls ist, so bin ich die Strecke einmal hin und zurück und mir war klar, dass es schon schwer wird, da ich einen Puls von 160 hatte, was eindeutig zuviel war. Wir haben uns dann noch 10 Minuten gedehnt und sind noch mal zurück aufs Klo. Dann um 10 vor 1 sind wir wieder etwas vor, aber nicht zu weit, da wir eigentlich von ganz hinten starten wollten. Aber da es ein leichtes durcheinander war, weil auch noch die Läufer von den beiden anderen Läufen dabei waren, sind wir doch etwas weiter zum Start vor. Dann war es endlich 13 Uhr, es sollte eigentlich los gehen. Aber: ES GING NICHT LOS. Keiner wusste was ist, ich denke mal einfach dass es an den 3 Bussen liegt, die sind sicher noch unterwegs um die letzten Läufer zu bringen.

Es kamen schon die ersten Pfiffe, man dachte schon den Startschuss gehört zu haben aber es war doch nix. Dann um ca. 13:12 ging es los. Die Menge setzte sich langsam in Bewegung. Ich bin bis 1 Meter vor der Startlinie gegangen und dann ging es los. Ich bin es ganz langsam angegangen. Christian war immer 1-2 Meter hinter mir. Puls war schon bei 160 und steigend. Ich hoffte, dass es die Aufregung war, aber das war es wohl leider nicht. Es vergingen die ersten 10 Minuten und dann kam das 1KM Schild. Nächster Minuspunkt, das war nie und nimmer nur ein KM sonder ca. 1,5KM was aber auch jeder von den Läufern sagte. Auf den ersten 3KM sind wir in der Prallen Sonne gelaufen. Der Wind war weg und so war es sehr heiß. Überraschenderweise kam nach 3KM schon die erste Versorgungsstelle. Sehr gut, ich hab meine Wasserflasche (die ich den gesamten Lauf in der Hand hielt) ganz ausgetrunken und dort dann wieder randvoll gemacht. Ich wollte nicht den Fehler machen zu wenig zu trinken, sondern bis zu jeder Verpflegung die Flasche zu leeren. In meinem Bauchbeutel hatte ich 14 Powergels dabei, wovon die Hälfte für Christian gedacht war. Ich fragte ihn oft, wie sein Puls war. Er war immer so bei 165 bis 178, was eindeutig viel zu viel war. Ich selbst hatte jetzt schon über 180. Das konnte eigentlich nicht gut gehen. Aber irgendwie konnte die Angabe auch nicht stimmen, weil meine Atmung war normal und ruhig. Bei KM5 hatte Christian dann Knieschmerzen und hat gesagt, dass er beim nächsten Sanitäter ein Eisspray braucht. Ich soll weiterlaufen hat er gesagt. So haben sich unsere Wege getrennt und ich bin etwas schneller gelaufen (einen Höheren Puls hätte ich eh nicht haben können). Bei KM6 kam die nächste Versorgung. Wieder die ganze Flasche aufgefüllt und weiter ging es. Noch ein Powergel runtergeschluckt (das ist so ein pappiges, süßes Zeug was eigentlich nicht schmeckt aber halt viel Kohlenhydrate hat, was echt was bringt beim laufen). Jetzt haben wir die erste Teilstrecke vom Brombachsee hinter uns und mussten jetzt über einen Damm und dann ging es rund um den Igelsbachsee. Hier wurde es zum ersten mal angenehm schattig und der Puls ging dann auch endlich mal an die 170, was zwar noch zu hoch war, aber schon besser als 185. Bis auf den ersten 1-2KM hat mich seitdem keiner überholt, im Gegenteil, alle die am Anfang an mir vorbei sind, die hab ich fast alle langsam einen nach dem anderen wieder überholt. Die haben sich wohl überschätzt.

Dann hab ich einen Läufer kennen gelernt, der ist heuer auch in Regensburg gelaufen, und will ebenfalls in München Marathon laufen. Er war ein 4:30 Läufer und hatte selbes auch heute vor. Wir unterhielten uns ein bisschen übers Training und was wir sonst so machten und haben beschlossen, die nächsten KM gemeinsam zu laufen. Als wir allerdings um den Igelsbachsee herum waren und den nächsten Damm überliefen, war er schon ca. 100 Meter hinter mir und ich bin mein eigenes Tempo gelaufen. Ich habe des öfteren gefragt, welche Zielzeit die anderen haben und alle sagten so um die 4:30. Ich war echt überrascht, dass ich doch so gut unterwegs bin. Mein Puls hat sich jetzt so bei 170 eingependelt, zwar noch etwas zu hoch, aber es war angenehm zu laufen. Die Beine waren auch noch gut. Es war KM14 und auf dem Damm waren nun viele KM Schilder. Einmal 8, dann 14, dann 33, dann 24. Der 8er war für die Seeläufer, die ja nur 16KM zu laufen hatte. Doch was machte die 33 hier? Bis uns klar wurde, dass wir den kleinen Brombachsee, der nun rechts von uns liegt 2mal umrunden müssen, also 2mal 9KM. Auf dem ca. 1KM langen Damm waren 2 Verpflegungsstellen, das war echt das beste am Marathon, es war immer genug zu trinken.

Dann ging es das erste mal um den kleinen Brombachsee. Jetzt kam die einzige Strecke, an der ich eine Verpflegungsstelle vermisst habe, da wir hier auch wieder in der Sonne gelaufen sind. Aber dafür hab ich mich auf die nächste um so mehr gefreut. Bei KM17 kam wieder eine Versorgungsstelle und es wurde auch wieder schattig. Dann ging es die nächsten 3KM weiter wie immer. Ich überholte regelmäßig einen nach dem anderen, trank alle paar hundert Meter einen Schluck Wasser und bei KM20 kam wieder eine Versorgungsstelle. Jetzt war fast die Hälfte geschafft. Teilweise waren immer wieder ein paar Zuschauer da, ein paar haben uns angefeuert, ein paar haben uns nur doof angeschaut, was ich ehrlich gesagt schwach fand. Dann endlich das 21KM Schild, Halbmarathon in 2:15 Stunden, also 7 Minuten schneller als in Regensburg, allerdings ging es mir in Regensburg nicht so gut wie hier. Ich hab mir also eine Zeit zwischen 4:30 und 4:45 ausgerechnet. Da ich mein Handy dabei hatte, hab ich meine Eltern kurz angerufen um einen Zwischenbericht abzugeben. Danach hab ich auch noch die Alessandra angerufen, die extra für uns von Coburg zum Brombachsee kommt. Sie war gerade losgefahren, also dürfte sie eine halbe Stunde vor mir am Ziel sein.

 Es kam ein kurzes Gefälle, was den Puls gut für den Puls war. Bis hierher hatte ich einen Durchschnittspuls von 178, also viel zu hoch, was sich ändern muss. Es kam wieder eine Versorgungsstelle und ich hab mir ein Stück Apfel geholt, was ich noch essen konnte. Danach ging es ein kurzes Stück neben der Bundesstraße wieder zurück zum Damm um dann noch einmal 2mal Wasser zu tanken und die zweite Runde um den kleinen Brombachsee anzugehen. Immer noch überholte ich Läufer und mir ging es nach 24KM und musste noch keine Pause machen (abgesehen von den Versorgungsstellen, bei denen ich die Flasche aufgefüllt habe). Es kam wieder die eine Stelle, an der ich mir eine zusätzliche Versorgungsstelle gewünscht hätte. Aber 4KM später kam ja wieder eine und diesmal waren irgendwie mehr Leute am Strand als vorher, oder ich hab es einfach nicht mitbekommen. Auf jeden Fall lief und lief ich wie eine Maschine ohne Schmerzen. Die Oberschenkel waren noch gut, klar ich spürte schon etwas, aber das ist ja nach 28KM logisch. Bei KM 30 sah ich dann Christian, der wohl noch bei seiner ersten Runde um den See war. Ich fragte, ob er durchläuft, er wusste es aber nicht, wohl eher nicht, sagte er. Es passierte nix besonderes auf die nächsten KM, so geht’s jetzt weiter bei KM33, zum dritten mal auf dem Damm, doch diesmal ging es nicht mehr nach rechts zum kleinen Brombachsee, sondern endlich nach links, auf die letzten 8 KM.

Es wurden wieder etwas mehr Zuschauer. Jetzt ging es durch ein Waldstück durch, und dass leicht, aber stetig bergauf. Ich bin immer noch gelaufen, ohne Pause, mittlerweile merkte ich meine Beine dann doch, es deutete sich zwar kein Krampf an (wie auch, nach 7 Magnesium Kapseln) aber sie taten jetzt schon etwas weh. Beim 35KM Schild hab ich mich dann wirklich gezwungen, eine kurze Gehpause einzulegen, ersten weil ich lieber die letzten KM laufen wollte und zweitens wg. wollte ich es ja nicht übertreiben wegen dem München Marathon.

Ich hab kurz bei der Aless angerufen, wo sie ist. Sie waren 6KM vor Pleinfeld, ich 7KM vorm Ziel, also würde ich mal sagen dass es gutes Timing war (OK sie waren natürlich eher da als ich ;) )

Jetzt war es wie in Regensburg. Mal gehen, mal laufen, wobei ich das gehen ab und zu durch walken ersetzt habe, war dann nämlich genau so schnell wie das Laufen, aber schneller als gehen, und ich hatte keine Schmerzen dabei. Für die nächsten 2-3KM hab ich wohl je ca. 7-8 Minuten gebraucht, aber ich war immer noch gut in der Zeit, mein Ziel hier war ja eh unter 5 Stunden, und das war definitiv nicht mehr in Gefahr, da hätte ich ab jetzt durchgehen können.

Als wir aus dem Wald rauskamen wurde es wieder flach und ich begann wieder zu laufen. Es ging auch ganz gut, aber ich habe nach 500 Metern wieder eine Gehpause gemacht. Mir war es jetzt echt heiß, und so hab ich mein T-Shirt ausgezogen, wobei dass ca. 4 Minuten dauerte weil ich nicht wusste wie ich derweil meine Mütze, meine Flasche und meine Sonnenbrille halten sollte. Aber es klappte letzt endlich.

Dann sahen wir jemanden, der Fotos macht, die man dann bestellen kann. Es waren 1 Meter vor mir 2 Läufer, doch ich wollte alleine auf dem Bild sein, so hab ich einen krassen Spurt eingelegt und bin mit ausgestreckten Armen und Lächeln zum „Blitzer“ gelaufen. Auf das Bild bin ich schon gespannt. Den Rest vom Marathon bin ich dann „oben ohne“ gelaufen, weil es jetzt auch in der Sonne richtig angenehm war. Ich habe mich jetzt mit jedem unterhalten, der mit mir lief bzw. ging. Dann waren hinter mir zwei, die sagten „die 4:40 könnten wir noch schaffen“. Es waren noch 4KM und ca. 22 Minuten, also 5:40 Min/km, das wäre echt sehr schnell gewesen. Ich hab mich mal bei denen angeschlossen, aber da sich ein Wadenkrampf anmeldete bin ich es wieder langsamer angegangen, die paar Minuten waren jetzt auch egal, ich hab ja in 3 Wochen den nächsten Marathon bei besserem „Läuferwetter“.

Ich bin jetzt aber wieder öfter gelaufen, waren ja nur noch ca. 3,5 KM.

Es kam das ersehnte Ortsschild „Pleinfeld“ ab jetzt war es nur noch Teerstraße. Es kam noch eine Versorgungsstelle und dann noch ein letzter, allerdings auch der heftigste Anstieg auf der Strecke. Dann kam mir eine Idee „bei Muskelkater ist es ja besser, die Treppen Rückwärts zu gehen“ deshalb hab ich es versucht, den Berg rückwärts zu laufen, und ich war erstaunt, es ging echt gut, und ich bin komplett hochgelaufen. Ab jetzt ging es die letzten 3KM nur noch bergab. Das war echt wunderbar. Ich hab mich noch mit einer Läuferin ein bisschen unterhalten, irgendwie hat auf den letzten KM jeder das gleiche Gefühl in den Beinen. Bis KM41 war nix besonders, es ging geradeaus Richtung Pleinfeld in einen Wald und es kam noch die letzte Versorgungsstelle, wobei ich schon bei der davor nichts mehr brauchte, ich bekam keinen Schluck Wasser mehr runter. Ich hab sogar meine restlichen 7 Powergels bei dem Stand gelassen und gesagt, die können sie noch verteilen.

Dann kamen wir nach Pleinfeld, KM41, bald war es geschafft. Es waren aber hier keine Zuschauer. Wir Läufer waren ganz auf uns gestellt. Auf dem Boden war eine Markierung für den letzten KM. Ich wollte beschleunigen, aber es ging nicht wirklich, so bin ich bis kurz vorm Schluss langsam gelaufen, um dann noch mal richtig gas zu geben. Jetzt sagte jeder dem wir begegneten „nur noch x-hundert Meter, gleich habt ihr es“. Die einzig zuverlässige Aussage allerdings war „nach dem Torbogen sind es noch 150 Meter“. Alle anderen waren eher zur Motivation, denn leider lassen sich aus 500 Meter nicht einfach 200 machen.

Dann sah ich den Torbogen und gleichzeitig sah ich noch 3 Leute vor mir, ca. 100 Meter Entfernung. Ich muss einen Adrenalinstoß bekommen haben und hab den Turbo gezündet. Der Sprint in Regensburg war nix gegen den hier. Ich war richtig schnell unterwegs, bin durch den Torbogen, hab den 1. überholt, hab grad noch die Kurve erwischt, ohne gegen die Absperrung zu krachen, hab den 2. überholt, dann kam das Kopfsteinpflaster, noch ca. 100 Meter, noch den 3. überholt und dann hab ich sogar noch 30 Meter vorm Ziel die Aless erkannt und bin dann voller Freude und voll entpowert durchs Ziel. Ja!!! Wieder geschafft!!!!!!!!!!

Die Zeit wusste ich leider nicht, weil ich hab bei dem Zielbogen nicht drauf geachtet und hab auch vergessen auf die Stoppuhr zu drücken. Aber irgendwas um die 4:45 wusste ich, und es wäre ne super Zeit. Dann kam die Aless samt Freundin, die auch noch mitkam und haben erst mal ein bisschen geratscht. Ich war vollkommen fertig. Ich wusste auch gar nicht, was ich jetzt machen soll, wie es weiter geht, wo ist Christian überhaupt?????.

Nach 10 Minuten haben wir uns dann auf eine Bank gesetzt und einfach mal gewartet. Ich konnte ja nirgendwo hin. Hatte keinen Autoschlüssel und ohne Christian wollte ich hier auch nicht weg. Nach einer halben Stunde kam er dann endlich. Ich rannte zu Ihm und meine erste Frage war „Durchgelaufen?“, aber er hat die zweite Runde ausgelassen (hat sich aber trotzdem die Medaille geschnappt, wusste ja keiner dass er nicht ganz durch ist).

Dann ließ er sich erst mal behandeln, er sah schon fertig aus (ich wohl nicht besser). Was erstaunlich war, ich konnte immer noch ganz gut gehen. Dann haben wir uns abgesprochen was wir jetzt machen. Ich und Christian sind zur Brombachhalle und die anderen beiden derweil zum essen und nachher haben wir uns dann in der Brombachhalle (wo die Siegerehrung dann war) getroffen.

Das „Marathonessen“ konnte ich natürlich wieder nicht bei mir behalten. Erst aufm weg Richtung Brombachhalle und dann noch mal nach dem Duschen, aber danach ging es mir, bis auf Kopfweh.

Ich musste alle 20 Minuten zum Pinkeln, obwohl ich schon Stunden nix mehr getrunken hatte. Es gab aber dann endlich was zu essen, wobei ich den Teller nicht mal ganz essen konnte.

Nach 10 Telefonaten mit der Aless, wie sie dann auch zur Brombachhalle kommt hat sie schließlich hergefunden und es ging zur Siegerehrung. In der Halle waren schon die Ergebnislisten ausgedruckt. Ich suchte mich und hatte am Ende eine Zeit von 4:47:15, na bitte, geht doch, für die Temperaturen eine gute Zeit für mich, gebt mir 15 Grad weniger und ich lauf die 4:30 in München.

Die Siegerehrung dauerte ungefähr eine Stunde. Danach sind wir raus und haben 1,5 Stunden diskutiert, was wir jetzt noch machen könnten. Von „schwimmen gehen, über zum McDonalds gehen bis zu nach Nürnberg fahren und in eine Disco“ war alles dabei. Wir entschlossen uns dann für McDonalds. Den haben wir dann nach 3 mal verfahren auch gefunden. Die zwei Mädels sind aber dann nach hause gefahren. Ich hab mit Christian beim Mäci 20 Chicken McNuggets, 2 McRibb, 1 BigMäc, einen MäcMonopoly verdrückt und haben uns dann entschlossen doch mal Richtung hu hause zu fahren, anstatt hier zu übernachten. Bei einer Raststelle sind wir dann 30 Minuten stehen geblieben, um kurz auszuruhen und dann sind wir ganz heimgefahren.

Heute, einen Tag nach dem Marathon geht’s mir sehr gut. Ich hab nur Muskelkater an den Beinen, aber sonst keine Schmerzen, keine Zerrung oder sonstiges.

Das war also mein zweiter Marathon, leider war er nicht so schön (außer der Zeit) wie in Regensburg und an der Organisation gehört auch noch viel gearbeitet für den 2. Brombachseemarathon.

Dennoch, in 3 Wochen geht’s schon wieder weiter, dann ruft München und das ist heuer definitiv der letzte Marathon den ich laufen werde.

Hier noch ein paar Zahlen:

Gesamtzeit: Brutto – 4:48:32  Netto – 4:47:15

Gesamtplatz: bei den Männern 453 v. 561  In der Altersklasse: 3 v. 3

Gesamtfinisher: (inkl. Frauen) 508 v. 559

Ziele für nächsten Marathon: 1. Durchkommen

  2. 4:30 Stunden

       21.09.2003