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Bierathlon Dormagen – 8km – 2Mann – 24 Flaschen Bier – Ein super geiles Erlebnis
Ich stöbere ja immer wieder mal nach Läufen im Internet. Da wollt ich mal nach einen Bierkastenrennen oder so schauen und da fiel mir dann dieser Bierathlon auf. Hier waren 8km zu laufen (bzw. gehen) und dabei zu zweit einen Kasten Gaffel Kölsch zu leeren, was knapp 4 Liter pro Mann entsprach. Kurze Mail an Christian, der war wie immer begeistert von meiner Idee.
Irgendwie wollte ich dann zwischendurch doch nicht, waren es immerhin nach dem Bierathlon nur noch 4 Wochen bis zum Berlin Marathon, bei dem ich eine gute Zeit laufen möchte, doch irgendwie konnte mich Christian doch überzeugen und so haben wir uns dann angemeldet. Die Teamnamenfrage war auch schnell beantwortet, denn Nymphomaninnen-Befriediger, was wir unter „Harte-Männer-Wörter“ fanden, fanden wir beide am besten.
Tja, das Training für diesen Lauf habe ich persönlich aber nicht gemacht, denn das wäre dann wohl wirklich schlecht für Berlin gewesen, so bin ich dann sozusagen untrainiert beim Bierathlon angetreten.
28.8.2004 – Samstag – Bierathlontag
Um halb6 bin ich aufgestanden, denn um 6 ging es schon mit dem Auto Richtung Dormagen (liegt übrigens in der Nähe von Köln, also gute 7 Stunden Fahrt, man gönnt sich ja sonst nix).
Von der Fahrt gibt’s bis Köln nicht zu erzählen, doch ab dann begann unser Abenteuer. Da sich mein Fahrer (Namens Christian) nicht genau aufgeschrieben hat, wie wir fahren müssen sind wir erst mal an Köln vorbeigefahren und fast bis Leverkusen gefahren, was definitiv zu weit war. Also von der Autobahn weg, dann Richtung Neuss, was von der Autobahn her dann schon mal stimmte. Wir fanden sogar Dormagen, war ja super, doch dort kannten wir uns auch überhaupt nicht aus, sind aus versehen noch mal auf die Autobahn gekommen, mussten also bei der nächsten Ausfahrt wieder umdrehen. Als es dann hieß nach Dormagen rechts (es waren kleine Schilder, da dahinter eine Baustelle war) aber wir meinten, das große Schild weiter hinten sieht besser aus fuhren wir weiter und konnten doch nicht mehr von der Autobahn runter, also noch mal umkehren, dass wir dann endlich wieder nach Dormagen kommen. So, nächstes Ziel wäre der Klosterhof Knechtsteden gewesen, doch wir sind erst mal am Knechtsedener Klosterhof gelandet. Kurz gefragt wo wir denn nun hinmüssen, der hat sich aber nicht ausgekannt, so haben wir dann den nächsten Ortsbewohner gefragt. So kamen wir dann um ca. 13.15 Uhr an, also nach über 7 Stunden Fahrt (inkl. 2 Pausen), endlich am Startbereich an. Dort wollten wir unsere Startnummer + T-Shirt holen, doch das dauerte noch 20 Minuten bis man diese holen konnte.
Dann sind die „Malle Schlauch Kombo“ gekommen, welche sich, neben den „Mobiler Stammtisch“ schon im Voraus im Forum angekündigt haben. Dann ging die Party schon mal richtig los. Die hatten so Sauftrichter dabei und waren schon gut bei der Sache, wir fanden es lustig. Kurz darauf gab es dann endlich die Startunterlagen. Das T-Shirt ist wirklich toll gelungen. Dann wurde noch ein Foto von jedem Team gemacht (hier muss ich anmerken, dass ich, wenn ich Foto- und Filmmaterial einstelle, nicht für alle öffentlich machen werden, könnte ja meinem (hoffentlich Gutem) Ruf schaden *grins).
Als wir unsere Sachen dann hatten, fuhren wir zum Ziel, da wir dort unser Auto parkten, in welchem wir dann auch schlafen wollten. Wir hätten dann für den Rückweg ein Taxi bestellen können, doch da wir noch gut 2,5 Stunden Zeit hatten bis zum Start sind wir die ca. 7km zu Fuß gegangen (aufwärmen muss ja schließlich sein). Auf den letzten 2km hat es dann leicht zu regnen begonnen und kurz bevor wir da waren wurde es noch etwas heftiger und wir sahen schon den ersten Krankenwagen zum Start hinfahren (wohlgemerkt war hier noch über 1 Stunde Zeit bis zum Start). Tja, gehört wohl auch dazu (muss aber ned). Wir sind dann reingegangen und haben uns noch einen kleinen Brotzeitteller bestellt, mit Schinken, Käse und Brot, das gab uns dann noch die nötige Grundlage für das bevorstehende Rennen. Um halb 5 sind wir dann rausgegangen, es hat zum regnen aufgehört, und haben uns ein bisschen umgeschaut und die anderen Bierathleten angeschaut. Da waren zum Teil wirklich tolle Verkleidungen, Sprüche etc. zu sehen. Zwei waren z.B. als Bären verkleidet, andere als Hasen mit überdimensionalen Genitalien (Christian und mein persönlicher Favorit). Und die Stimmung war auch schon ganz ordentlich. Malle Schlauch Kombo war immer noch am Trichtern, die meisten anderen haben auch schon ein paar Bierchen davor getrunken, was wir aber nicht gemacht haben, denn ein Kasten war schon viel für uns. Um kurz vor 5 sind dann alle in den Startbereich. Man musste zu den Kisten erst hinlaufen, sich eine schnappen und dann ging es los. Wir haben uns ziemlich weit hinten angestellt, wollten wir doch sowieso nur gehen, wie die meisten anderen auch. Als ich dann unsere Kiste hatte schauten wir was alles in der Tüte ist, die an jedem Kasten ist, Drin war ein Flaschenöffner und ein bisschen was zu knabbern. Doch etwas fehlte => es war keine Wegaufgabe drin, so musste Christian noch mal zurücklaufen und sich einen anderen Beutel holen. Jedes Team bekommt eine andere Wegaufgabe. Christian hat sich einen guten Beutel ausgesucht denn die Wegaufgabe war: „Kommt einfach nur ins Ziel“. Da man für ein nichtbestehen der Wegaufgabe Strafminuten bekommt (ca. 20 Minuten) hatten wir schon mal ein gutes los gezogen. Andere hatten kein so gutes los gezogen. So mussten die einen mit einem Stück Tapete ins Ziel kommen, die anderen benötigten einen Vibrator (die meinten, wir als Nymphomaninnen-Befriediger haben so was sicher dabei, war aber ned so), andere mussten Blumen mitbringen und lauter so verrückte Ideen. Doch zurück zum Start. Es ging dann gleich auf einen Radweg neben der Hauptstraße. Die Autos hupten und klatschten, die fanden das auch lustig und wir haben dann schon mal unser erstes Bierchen (0,33er Flasche) aufgemacht. Diese und auch die 2. waren eigentlich ganz schnell getrunken. Nach ca. 1km kamen wir in ein kleines Örtchen, wo wir auf eine lustige Truppe trafen, die eine ex-Runde machen wollten. Da es am Anfang war, machten wir da natürlich mit, so war Bier Nr. 3 vernichtet (einer in der Runde hat sich das ganze dann schon mal durch den Kopf gehen lassen...). Jetzt ungefähr ist der Moment gekommen, bei dem auch Christian und ich mit dem Singen und gröhlen angefangen haben. Da wir wohl ziemlich sicher die weiteste anreise hatten (wir haben noch welche aus Nürnberg getroffen) fingen wir an mit „Ohne München wär hier gar nix los“ und darauf ein „Kölner, wir hören nichts“. Gefolgt von lustigen, bekannten gröhlereien. Immer wieder kamen wir zu anderen dazu, manchmal sind wieder welche von hinten angelaufen und haben zusammen getrunken. Christian und ich haben uns auch gut abgestimmt, was das Bier öffnen – ohne stehenzubleiben – und das Arme abwechseln betrifft. Die erste 6er Reihe des Kastens war dann relativ flott, nach ca. 2km weggetrunken und wir waren noch topfit. Nach dem Ort ging es dann auf einer Staße durch ein Wäldchen, da es verboten war in den Ortschaften zu pinkeln, übergeben etc. haben das dann mal einige genutzt. Wenn einer Pinkeln musste, musste dann eben der andere den Kasten tragen, war auch kein Problem. In etwa nach 3-4km war dann der erste Checkpoint. Wie im Forum schon leicht befürchtet wurde es dann auch wahr: Alle Läufer mussten einmal in ein Wasserbecken springen (sonst Zeitstrafe von ca. 20 Minuten). Also ausziehen, reinspringen, wieder anziehen und weiter geht’s. Wir mussten nur aufpassen, dass wir hierbei keine Kronkorken verlieren, denn für jeden verlorenen gibt es wiederum eine Zeitstrafe (ca. 10 Minuten). Ebenfalls würde es Zeitstrafen geben für eine nicht getrunkene Flasche und für eine nicht mitgebrachte Flasche. Doch bisher hatten wir noch nichts verloren. Das Wasserbecken hat mich wieder total fit gemacht, das war echt klasse. Das Wasser war nicht kalt, und das Wetter lies das ganze auch zu, also es hat Spaß gemacht. Mit einem „Prost ihr Säcke - Prost du Sack“ ging es dann von der Wasserstelle weiter Richtung Ziel. Es folgten von uns Sprüche wie „Ihr seid nur ein Karnevalsverein“ und bevor die anderen mit „zieht den Bayern die Lederhosen aus“ gekommen wären, haben wir das ganze selbstironisch in die Hand genommen mit einem „zieht uns doch die Lederhosen aus“, was zur allgemeinen Erheiterung führte. Die Hälfte des Kastens war nun getrunken und uns ging es eigentlich noch ganz gut. Dann gab es tatsächlich eine Stelle, an der Wasser und Bananen geboten wurden. Ich konnts mir ja nicht vorstellen, jetzt ne Banane zu essen, Wasser wollte ich auch keins zu dem Zeitpunkt, doch Christian hat sich eine Banane geholt (gegessen hat er sie aber nicht, eher rumgealbert *hihi). Dann ging es weiter mit den Sprüchen „2. Liga – Köln ist mit dabei“ (nur blöd, dass an dem Tag Bayern 1:4 gg. Leverkusen verloren hat, so hatten die auch was gegen uns in der Hand). Gut gelaunt kamen wir dann langsam an den 2. Checkpoint. Hier waren auf einem Sandplatz 2, ca. 3 Meter lange und halben Meter hohe Tunnels, bei denen jeder vom Team abwechselnd einmal drüber und einmal unten durch musste. Das fanden wir beide nicht so besonders lustig, da gäbe es sicher bessere Ideen, aber das war jetzt auch egal, wir waren jetzt schon so ca. 1,5 Stunden unterwegs. Jetzt ging es eigentlich genau so munter weiter. Ungefähr an dieser Stelle kamen die Jungs, die den Vibrator für ihre Wegaufgaben brauchten, welchen wir nicht dabei hatten. Viele fanden es toll, dass wir extra für diesen Bierathlon so weit gefahren sind und konnten es fast nicht glauben. So hörten wir natürlich auch des öfteren „In München steht ein Hofbräuhaus – oans, zwoa, gsuffa“. Jetzt war es gar nicht mehr so weit bis ins Ziel. Unter einer Brücke waren zwei Zuschauerinnen, mit denen wir erst mal ein Bierchen getrunken haben (wir hatten da grad zufällig einen Kasten dabei...) und die sagten uns dann, dass es nur noch ein paar hundert Meter bis ins Ziel sein würden. Wir waren erstaunt, denn wir dachten dass wir noch gut 2km vor uns hatten. So waren wir mit dem Bier natürlich etwas im Rückstand, es waren noch insgesamt 8 Flaschen übrig. Doch wir hatten noch alle Zeit der Welt. Zielschluss war für 20.30 Uhr vorgesehen und es war gerade erst mal 19 Uhr. So haben Christian und ich beschlossen, kurz vor dem Ziel stehen zu bleiben und den Kasten noch zu trinken, wollten ja keine Zeitstrafe bekommen, außerdem würde sonst nur das Bier eingesammelt und dann wieder verkauft werden. Ca. 300 Meter vor dem Ziel war dann ein Bushäuschen, unter dem wir dann Andi mit seinen zwei Kumpels (dessen Namen ich nicht mehr weiss) getroffen habe. Die waren auch am Kastenleeren-und-dann-ins-Ziel-gehen, so haben wir uns dazu gesellt und noch mal richtig Party gemacht. Hiervon gibt es einiges an Filmmaterial, doch dies werde ich nicht auf meiner Homepage zeigen, das wirkte im nachhinein sogar auf mich erschreckend ;-) (nein, ein paar kurze szenen zeige ich VIELLEICHT für KURZE DAUER im PASSWORTGESCHÜTZTEN BEREICH). Auf jeden Fall hatten wir den besten Platz, da ja doch noch sehr viele hinter uns waren und immer wenn einer vorbei gekommen ist, wurde getrunken und gesungen, was richtig Spaß gemacht hat. An dieser Stelle haben wir gut über eine Stunde noch richtig gefeiert, wir haben den Kasten dann wirklich komplett leergetrunken und dann haben wir 5 uns dann auf den Weg ins Ziel gemacht. Dort war schon kräftig Party. Wir riefen unsere Startnummer (war auf dem Rücken), haben unsere Kronkorken gezeigt, von Christian kam ein lautes „Nummer 85, frisch geduscht“ (wg. des Wasserbades bei Checkpoint 1) unser Kasten wurde uns abgenommen (in dem alle LEERE Flaschen drin waren) und ab dann ähm ja...
Ab dann weiss ich komischerweise nicht mehr so viel, da müsst ihr dann Christian fragen ;-) (musste mir ja schon alles merken was auf der Strecke los war, für das andere war dann Christian zuständig). Aber das was ich weiss ist, dass wir noch eine Menge Spaß hatten, doch noch 1 oder 2 Bierchen getrunken haben, noch Handynummern ausgetauscht (bzw. ich hab wem meine Nummer gegeben, weiss aber nicht mehr wem) und um halb 10 wollte Christian dann ins Auto, ich wollte eigentlich noch bei der Party bleiben, doch im nachhinein war es die bessere Entscheidung mit dem Auto, so hatte das ganze ein noch ganz friedliches Ende. Ich hab mir zwar dann den Lauf auch noch mal durch den Kopf gehen lassen – war aber auch gut so, so hatte ich am nächsten Tag keinen Kater. Um 8 sind wir dann aufgestanden, gingen zum McDonalds, haben dort sogar welche vom Bierathlon noch gesehen und um halb 11 sind wir dann nach Hause. Natürlich ging das ganze nicht ohne verfahren ;-). Wir fuhren noch mitten durch Köln, was aber echt toll war, da wir am Kölner Dom vorbeifuhren und noch ein paar schöne Fotos machen konnten, echt ein tolles Bauwerk. Während der Fahrt haben wir uns dann die Filmaufnahmen angeschaut und noch mal richtig lachen können. Um halb 5 sind wir dann zu Hause angekommen, ging recht gut zu fahren.
Fazit: Das war eine super geile Veranstaltung. So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr und wenn nächstes Jahr kurz nach dem Bierathlon kein Marathon ansteht sind wir vielleicht auch wieder dabei!!!
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