Ampfing 2004
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Ampfing Halbmarathon 2004

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19.09.2004 – Ampfinger „freeandout“-Lauf über 7/14/21km

Während des Altöttinger Halbmarathons habe ich über diesen Lauf gehört und mir gedacht, dass ich die 21km noch als allerletzte etwas längeren Lauf vor Berlin machen kann, natürlich ganz ruhig.

Da ich zu meinem 18. Geburtstag einen Gutschein für einen Fallschirmsprung bekommen habe, passte das auch gut zusammen, da der Lauf nämlich nur 100 Meter von dem Flugplatz entfernt statt finden soll.

So fuhren meine Mutter und ich um 8 Uhr morgens los und waren um kurz vor 9 Uhr am Startplatz. Dort bekam man für seine 20€ ein klasse Funktionshirt, so ein leichtes Laufshirt hatte ich noch nie an. Dieses musste dann auch zum Lauf getragen werden – Brustwarzen waren zum Glück schon abgeklebt.

In der Stunde vor dem Start hat sich meine Mutter eher gelangweilt ;-), ich fand es wie immer schön, die Atmosphäre vor dem Lauf zu genießen.

Um kurz vor 10 ging es dann in den Startblock. Es sah aus, wie in einem Wespennest. Alle Läufer hatten diese gelben Shirts an, sah schon lustig aus. Das Wetter war übrigens ok. Sonnenschein, blauer Himmel, mit ca. 18° am Start vielleicht etwas zu warm. Eine kühle Windbrise sorgte noch etwas für die nötige frische.

10 Uhr – Start

Es ging los. Ich hab mich in das hintere Mittelfeld geordnet, da ich die Sache ja ganz gemütlich angehen wollte. Der Lauf war so vorgesehen, dass man eine 7km Runde ein-, zwei-, oder dreimal laufen kann, wie man gerade Lust hat. Find ich gut, so können Anfänger während des Laufes entscheiden ob sie nicht doch noch etwas länger machen können.

Die ersten 200Meter ging es über eine Wiese, daraufhin ging es auf einen Kiesweg. Dort war dann in der Mitte so ein Pfosten, damit keine Autos durchfahren und bei dem Gedränge war der kaum zu sehen. So ist eine Läuferin neben mir volle Kanne auf den Pfosten gelaufen, sah schmerzhaft aus, aber es schien nicht allzu schlimm gewesen zu sein.

Daraufhin ging es nach der ersten Kurve ca. 1,5km geradeaus auf diesem Kiesweg, der ab und zu kurze Asphaltstücke enthielt. Nach 2,5km sah ich doch schon die ersten „Geher“, hab ich so früh auch noch nicht erlebt. Es ging dann ca. 300 Meter eine knackige Steigung nach oben, welche auch schon einige gegangen sind. Kurz nach km3 ging es dann nach wieder bergab, vorbei an ein paar Zuschauern, teils vor ihren Häusern standen und teils aus dem Fenster schauten. Nach ca. 3,5km gab es dann eine Verpflegungsstelle. Dort nahm ich mir ein Glas, doch anstatt Wasser war da eine Süßliche, nach Kaugummi schmeckende Flüssigkeit drin. Ich hoffte einfach mal, dass es mein Magen verträgt und bin weiter. Kurz darauf kam noch mal eine etwas langgezogene leichte Steigung, wo man die ganze gelbe Läuferkette vor sich sah. Das sieht schon lustig aus, wenn alle im gleichen Shirt rumrennen. KM5 und 6 gingen dann auf einem Kiesweg neben dem Wald entlang und dann ging es so langsam zum Ende der ersten Runde. Bei km5 bin ich noch mit 2 Läufern ein bisschen ins Gespräch gekommen, haben ein bisschen über Marathon etc. geredet. Nach 6,5km ging es dann wieder auf diese Wiese, auf der schon der Start war, und kurz darauf war auch schon der Torbogen zu sehen, bei dem es in die 2. Runde geht. Links mussten die laufen, die nach 7km aussteigen und rechts die, die noch eine oder zwei Runden laufen. Es stiegen dann schon sehr viele nach der ersten Runde aus, somit wurde das Feld der 650 Starter schon ziemlich leer. Am Anfang der 2. Runde hat dann meine Mutter ein paar Fotos geschossen und es ging weiter. Für die erste Runde habe ich 41 Minuten gebraucht, also ein 5:50er Schnitt in etwa.

In der zweiten Runde bin ich dann mit zwei anderen Läufern ins Gespräch gekommen. Der bei seinem ersten Wettlauf, der andere schon mit ein paar Jahren Marathonerfahrung. Mit dem zweiten hab ich dann ziemlich viel geredet. Da beide ein schönes Tempo liefen, hab ich mich an sie gehalten und bin sogar an der Verpflegungsstelle bei km7 mit ihnen gegangen. Der mit seinem ersten Wettlauf konnte dann am Ende der zweiten Runde nicht mehr und stieg aus, auch der Marathonläufer wollte dann aussteigen, doch er hat es sich noch anders entschieden und lief noch seine 4. Runde – er lief vor dem Rennen schon mal eine Runde vor, er läuft zwei Wochen später den Marathon am Bodensee – mit mir mit. 42 Minuten vergingen für die 2. Runde, also fast identisches Tempo. Wieder ein paar Fotos gemacht, ein paar Schlucke Wasser getrunken, da dort auch ne Wasserstelle aufgebaut war und es ging auf in die letzte Runde – welche jetzt noch weniger Läufer wagten.

Wir haben uns dann auf der dritten Runde viel unterhalten, was wir schon gelaufen sind, was wir vorhaben, Zeiten etc., was man halt so alles unter Läufern redet.

Etwa 3km vor dem Ziel haben uns dann die Spitzenläufer noch eingeholt. Der erste kam dann wohl so mit 1:20 ins Ziel. Wir haben es aber gemütlich auslaufen lassen und sind dann mit einer Endzeit von 2:02:55 ins Ziel gekommen. Für die letzte Runde also sogar nur 40 Minuten, damit die schnellste. Im Ziel konnte man sich noch eine Urkunde holen – extra Zeitnahme für den einzelnen Läufer gab es nämlich hier nicht, da es nur so ein Fun-Rennen war.

Danach gab es eine Pizza und wir mussten noch ca. 1,5 Stunden warten bis wir mit dem Fallschirmspringen dran waren. Das war dann noch richtig geil!!!!!!!!

Fazit:

Ein schöner Lauf, nette Atmosphäre, 20 € klingt vielleicht erst mal viel, doch das T-Shirt ist wirklich klasse!